Zwischenlager Ahaus: Jetzt auch noch Castoren aus Bayern

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Der Kreisvorstand Borken Bündnis 90 DIE GRÜNEN weist das Ansinnen der Bayrischen Staatsregierung zurück, in den nächsten Jahren mit 17 Transporten Castoren aus dem Garchinger Forschungsreaktor nach Ahaus zu verbringen.

Ostermarsch nach Ahaus
Er fordert die Bayrische Staatsregierung auf, die Brennelemente am Forschungszentrum zwischenzulagern, bis ein Endlager gefunden ist.Mit den geplanten Castortransporten aus dem Forschungsreaktor sollen Brennelemente mit auf 93 Prozent angereichertem, potenziell waffenfähigem Uran im Zwischenlager Ahaus eingelagert werden. Der Anreicherungsgrad des Urans von Brennelementen in Kernkraftwerken beträgt hingegen nur drei bis vier Prozent. Nach Empfehlungen der Reaktorsicherheitskommission muss vor einer Endlagerung der Anreicherungsgrad der Brennelemente durch Zumischung von abgereicherten Uran deutlich verringert werden. Hierfür ist das Zwischenlager in Ahaus nicht ausgestattet. Bei einer Zwischenlagerung in Ahaus müssten die Brennelemente vor der Endlagerung zusätzlich in eine Einrichtung transportiert werden, die die Brennelemente für die Endlagerung vorbereitet. Im Forschungsreaktor Garching hingegen sind die Fachleute vorhanden, die mit hochangereicherten Brennstäben umgehen können. Politisch ist die Initiative der Bayrischen Staatsregierung verantwortungslos: In den vergangen Jahrzehnten hat kein anderes Bundesland auf Atomkraft gesetzt wie Bayern. Es produziert bis heute mehr als ein Viertel des in Deutschland angefallenen Atommülls. Bei der Zwischenlagerung hingegen sucht sich Bayern seiner Verantwortung zu entziehen, in dem es Atommüll nach Ahaus verbringen will.Wer wie Bayern jahrzehntelang auf Kernenergie gesetzt hat, ist auch verantwortlich dafür, seinen Atommüll solange vor Ort zwischenzulagern bis ein Endlager gefunden ist, anstatt ihn durch die ganze Republik zu karren.

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