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Mobilitäts-Konferenz

Oktober 6 / Uhrzeit: 10:15 - 16:00

IN MÜNSTER/Gesamtschule Münster Mitte 

am 06. Oktober 2018 

 

Nach den Grussworten von Lothar Mittag (namens der Veranstalter), Maria Klein-Schmeink MdB und Markus Lewe (OB Münster) begann 

 

Burkhard Stork (Bundesgeschäftsführer des ADFC) mit seinem spannenden Vortrag:

Er erläuterte die vielseitigen Defizite in der Fahrradinfrastruktur in Deutschland.

Fazit: Münster hat viele Radfahrer obwohl so wenig im Sinne der Fahrradfahrer geplant wird. Die Politik muss Platz für Radfahrer schaffen. Nur dann können wir in Zukunft noch mehr Menschen dazu bewegen, das Rad zu nutzen. Die Zeit drängt. Radfahren muss komfortabel und sicher sein und dazu wird eine zukunftsfähige Infrastruktur benötigt.

 

Prof. Ineke Spapé (International Breda University)

 

Radfahren soll einiges bieten können: Geschwindigkeit, Schnelligkeit, Kommunikation und Preisvorteile und Komfort. In den Niederlanden hat man diese Dinge bedacht, selbst für sehr alte Menschen ist es daher möglich, am Radverkehr teilzunehmen.

Radverkehrs- und Fußverkehrsplanung tut dem Autoverkehr weh. Wird Platz für Neues geschaffen, muss das Auto weichen, das ist in den Städten unumgänglich. Radverkehrsplanung kostet selbstverständlich auch Geld, deutlich weniger, als jene für Autos, aber Verwaltungen dürfen nicht davor zurückstrecken, dass auch dies nicht umsonst geht.

In den Niederlanden gibt es für Fahrradpolitik Zustimmung in allen Lagern. Allen ist bewusst, dass Politik für Radfahrer notwendig ist und gemacht werden muss. Fazit: Wenn man eine Stadt für Autos entwirft, bekommt man Autos. Entwirft man aber eine Stadt für Radfahrer und Fußgänger, bekommt man auch mehr Radfahrer und Fußgänger.

Vortrag als PDF: Vortrag Prof. Ineke Spapé

 

Prof. Dr. Andreas Knie (Wissenschaftszentrum Berlin)

Prof. Dr. Andreas Knie attestierte Deutschland Dieselmotoren bauen zu können und da es sonst keiner kann oder nachmachen möchte, schützt die Regierung den Diesel als Brückentechnologie. Die Stadtplaner der 20er-Jahre weltweit forcierten das Auto als Verkehrsmittel Nummer Eins. Nach dieser Prämissen richten sich die Städte und Politik noch heute. Das Gesetz favorisiert nur ein Verkehrsmittel – das Auto. 

Für unsere Automobil- und Kohleindustrie besteht die Gefahr, dass sie nicht mit der Zeit gegangen sind. Sie werden auf Dauer ihre Marktmacht verlieren und diese Riesen werden ins Wanken geraten. Diese Gefahr müssen wir bedenken, wenn wir uns nicht schnell weiterentwickeln.

Fazit: Wir müssen das private Auto sanktionieren. Auch Möglichkeiten wie eine Stadt-Maut, sehr teure Parktarife in Innenstädten und günstige Tarife für Sharing- Cars müssen bedacht werden. Wo, wenn nicht in Münster können wir neues und notwendiges ausprobieren?

Vortrag als PDF: Vortrag Prof. Dr. Andreas Knie

Burkhard Stork, Prof. Andreas Knie, Prof. Ineke Spapé, Daniela Kaminski (v.l.)

 
Podiumsdiskussion: Freie Fahrt erst 2050? 
Michael Geuckler, Geschäftsführer Zweckverband SPNV Münsterland 
Prof. Dr. Andreas Knie, Wissenschaftszentrum Berlin 
Prof. Ineke Spapé, International Breda University 
Burkhard Stork, Bundesgeschäftsführer ADFC 
Martin Tönnes, Regionalverband Ruhr

Veranstalter waren die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen aus den Kreistagen Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und Borken, die GAL-Ratsfraktion Münster und die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Regionalrat Münsterland.

Mobilitätskonferenz

Details

Datum:
Oktober 6
Zeit:
10:15 - 16:00
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
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Veranstalter

Kreisverbände/Westmünsterland BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Veranstaltungsort

Mobilitätskonferenz
Jüdefelderstr.10
Münster, NRW 48143 Deutschland
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